Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

DaZ bringt uns weiter

Gefördert aus Mitteln des Innovationstopfes der Diözese Graz-Seckau

Die Fortbildungsreihe richtet sich primär an Personen, die sich in den Bereichen DaZ und Elementarpädagogik ehrenamtlich für Vor- und Pflichtschulkinder engagieren und sieht sich als Möglichkeit, den im Basispaket erarbeiteten Methodenkoffer zu erweitern. Die einzelnen Veranstaltungen der Fortbildungsreihe können jedoch auch unabhängig vom Basispaket und einzeln gebucht werden und stehen somit auch Interessierten offen, die dieses nicht absolviert haben.

Die einzelnen Workshops beschäftigen sich mit Aspekten, die in der Arbeit mit Vor- und Pflichtschulkindern wesentlich sind, und bieten auch einen vertiefenden Einblick in die Methoden zur Sprachförderung. Wie im Basispaket steht wieder die praktische Anwendung im Vordergrund. Die maximale TeilnehmerInnenzahl beträgt 20. 

         

Materialien und Methoden zur vorschulischen Sprachförderung (I und II)

Spracherwerb ist ein Prozess, der schon lange vor dem Schuleintritt beginnt. Kinder erwerben Sprachen bis zum sechsten Lebensjahr natürlich. Vor allem, wenn die Familiensprache nicht Deutsch ist und die Krippe sowie der Kindergarten der Schlüssel zur deutschen Sprache sind, ist frühkindliche Sprachförderung wesentlich, um den Kindern den Einstieg in die Schule zu erleichtern. Mit welchen Materialien und Methoden kann der kindliche Spracherwerb gezielt gefördert werden? Wie fördert man die deutsche Sprache bei Kindern, die noch über kein sprachliches Bewusstsein verfügen? Wie lässt sich Sprache spielerisch fördern? Wie kann Lernen mit allen Sinnen (Musik und Rhythmus, Balance und Bewegung) gelingen? Welche Materialien sind für Vorschulkinder interessant und geeignet? 

2-tägiger Workshop:                         

4. Oktober 2019, 13:30 bis 18:30 Uhr

5. Oktober 2019, 09:00 bis 14:00 Uhr           

Anmeldung erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung auch den Bereich an, in dem Sie tätig sind (Lerncafé, Nachmittagsbetreuung etc.).

 

Sprache im Fach 

Im Schulalltag stellt das Verstehen fachsprachlicher Texte oftmals eine enorme Hürde für SchülerInnen mit Migrationshintergrund dar. Doch was erschwert das Verständnis dieser Texte, zum Beispiel im Mathematik- oder Chemieunterricht? Welche Strategien helfen dabei, sie zu verstehen? Wie lassen sich Sprachkenntnisse so fördern, dass die SchülerInnen fachsprachliche Texte selbständig entschlüsseln können?

1-tägiger Workshop:                             
18. Oktober 2019 von 13:30 bis 18:30 Uhr

Anmeldung erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung auch den Bereich an, in dem Sie tätig sind (Lerncafé, Nachmittagsbetreuung etc.).

 

Dramapädagogik

Steigen wir in eine fremde Sprache oder Kultur ein, verlassen wir eine Welt, die uns vertraut ist, und betreten eine fremde Welt, in der wir mit Situationen konfrontiert sind, in denen wir sprachlich spontan reagieren müssen, in der uns aber manchmal „die Worte fehlen“. Solche Situationen lassen sich auch in der Dramapädagogik schaffen. Die für alle Altersgruppen geeignete Lehr- und Lernmethode vereint Sprach-, Körper- und Stimmarbeit und wirkt sich nicht nur nachhaltig auf die Sprachförderung aus, sondern auch auf die Gruppendynamik, die Konzentration und das Reaktionsvermögen. Wie lassen sich Sprechängste durch Dramapädagogik abbauen? Wie können Wortschatz und grammatische Phänomene durch Dramapädagogik spielerisch erworben werden? Wie lässt sich der sprachliche Ausdruck und das spontane Sprechen fördern? 

1-tägiger Workshop:                             

19. Oktober 2019 von 09:00 bis 15:00 Uhr 

Anmeldung erforderlich. Bitte geben Sie bei der Anmeldung auch den Bereich an, in dem Sie tätig sind (Lerncafé, Nachmittagsbetreuung etc.).  

 

Konfliktmanagement und Abgrenzung

Konflikte sind unumgänglich und können mannigfaltige Ursachen haben. Welche Möglichkeiten habe ich, sie zu erkennen und zu analysieren? Wie kann man mit Konflikten konstruktiv umgehen und sie im besten Falle vermeiden? Was kann ich tun, um diese Konflikte nicht „mit nach Hause zu nehmen“? Wo muss ich Grenzen setzen (Nähe und Distanz, persönliche Abgrenzung bei Konflikten, Abgrenzung zur „Sozialarbeit“)? Wie kann ich auf Konflikte und Störungen reagieren? Wie kann ich Konfliktpotential erkennen und Konflikte vermeiden?

1-tägiger Workshop:                                   

22. November 2019, 13:30 bis 18:30 Uhr 

Bitte geben Sie bei der Anmeldung auch den Bereich an, in dem Sie tätig sind (Lerncafé, Nachmittagsbetreuung etc.).

 

Flucht und Trauma (I und II)

Krisensituationen wie Krieg und Flucht, traumatische Ereignisse im Heimatland und auf der Flucht, eine Reise ins Ungewisse und ein schwieriger Neuanfang. Ein fremdes Land. Eine Sprache, die man nicht versteht. All das hinterlässt Spuren, die das Lernen hemmen und womöglich auch Spannungen unter den Kindern hervorrufen. Wie kann ich jedoch Traumatisierung erkennen und damit umgehen? Wie erleben und verarbeiten Menschen – und besonders Kinder – Krisensituationen wie Krieg und Flucht? Welche Symptome können Ausdruck einer Traumatisierung sein? Wie wirkt sich Traumatisierung auf das Lernen aus? Worauf muss ich im Umgang mit traumatisierten Kindern achten? Welche Institutionen bzw. Beratungszentren in Graz kann ich empfehlen?

2-tägiger Workshop:                             

29. November 2019, 13:30 bis 18:30 Uhr

30. November 2019, 9:00 bis 14:00 Uhr

Bitte geben Sie bei der Anmeldung auch den Bereich an, in dem Sie tätig sind (Lerncafé, Nachmittagsbetreuung etc.).