Zehn Menschen - verschiedenen Alters, Herkunft und Geschlecht stehen nebeneinander und geben sich die Hand.

Palliative Care Refresher 2019

1. Steirischer Palliative Care Refresher

für AbsolventInnen der bisherigen Basislehrgänge

 

Donnerstag, 10. Oktober 2019, 14:00 – 18:30 Uhr  

Steiermarkhof,  Ekkehard-Hauer-Straße 33, 8052 Graz

 

 

Vortrag von Univ.-Prof. Mag. Dr. M.A. Andreas Heller, Lehrstuhl für Palliative Care und Organisationsethik an der KF Universität Graz, geschäftsführender Herausgeber der internationalen Zeitschrift Praxis Palliative Care

 

„Worauf kommt es an in  Palliative Care und Hospizarbeit?

Palliative Care und Hospizarbeit sind mittlerweile weltweit hoch anerkannte Konzepte und Praxen. Mit ihnen zieht das Bewusstsein um die Komplexität und Vieldimensionalität  des menschlichen Lebens (bio-psycho-sozial und spirituell)  nicht nur in die Medizin, sondern in das gesamte Versorgungssystem ein. Medizin, so wusste man etwa auch  schon in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts ist Beziehungsmedizin (Viktor von Weizsäcker). Sorge (care) entsteht aus der Einsicht, dass wir aufeinander angewiesen und verwiesen sind. Es geht immer auch um die Sozialität des Sterbens und die Resozialisierung der Sterbenden. Solche Einsichten müssen auch gesellschaftspolitisch gelesen und ausgelegt werden. Denn aus  dem Wissen und aus der Würdigung der Fragilität und Endlichkeit des menschlichen Lebens erwachsen Einsichten für eine neue convivialität, für friedliche Formen des Zusammenlebens. 

 

 

Impulsvorträge

 

  • OA Dr. Gerold Muhri, Oberarzt an der Abteilung für Innere Medizin im Krankenhaus der  Elisabethinen, zuständig für das Vinzidorf Hospiz und Teamleitung Hospiz und Palliativdienst bei den Elisabethinen

     

    „Es tut weh…“

    Schwierige und komplexe Schmerztherapie in der Palliativmedizin – eine Kasuistik

     

  • DGKP Katrin Kindermann MSc, tätig im Hospiz St. Elisabeth, Pflegerische Lehrgangsleitung im Basislehrgang Palliative Care

    DGKP Eva Kürbisch MSc, tätig im mobilen Palliativteam Südsteiermark, Pädagogische Lehrgangsleitung im Basislehrgang Palliative Care

     

    „Ich halte dich, indem ich mit dir aushalte“

    Die Begegnung mit unerträglichem, psychoexistentiellem Leid als Bewährungsmaßstab für Betreuende in der Palliative Care.

     

    16:30 – 18:00 Workshops

  • Univ.-Prof. Mag. Dr. M.A. Andreas Heller

    „Sterbefasten“

    „Sterbefasten“ oder der FVET (Freiwilliger Verzicht auf Essen und Trinken) oder FVFN (Freiwilliger Verzicht auf Flüssigkeit und Nahrung) werden in den letzten Jahren intensiver diskutiert. In ihnen kommt die Figur des moderne Menschen, sein  Sterben selbst zu bestimmen und die Kontrolle über das eigene Sterben und den Tod in die Hand zu nehmen, besonders stark zum Ausdruck. Verschiedene internationale Fachgesellschaften haben Empfehlungen, Orientierungen erarbeitet,  die  diese „Sterbeoption“ verstehen helfen. Wie kann man diese Entwicklung deuten und wie sieht ein anderes Narrativ des Sterbens aus?

     

  • OÄ Dr.in Julijana Verebes und OA Dr. Gerold Muhri

    „Es tut weh…“ - Fallbesprechungen über schwierige Schmerztherapie in der Palliativmedizin

    Schmerz ist nicht nur in der Palliativmedizin eines der häufigsten Symptome; schon die Therapie chronischer Schmerzpatienten gestaltet sich häufig sehr schwierig. Die physiologische Komplexität wird durch die Multidimensionalität des Schmerzerlebens weiter erhöht. Im Kontext der Palliative Care mit dem Vorhandensein einer lebenslimitierenden Erkrankung ist die Beachtung der bio-psycho-sozio-spirituellen Dimensionen ein Grundbestandteil der täglichen Arbeit und stellt (uns) Professionisten trotzdem immer wieder vor Herausforderungen, die wir letztlich nur im Team gut - manchmal auch nur gerade eben – zu lösen vermögen. Die Nachbetrachtung – Case study - schwieriger „Fälle“ kann uns helfen, eingefahrene Wege zu hinterfragen und den Blick wieder für neue Optionen zu öffnen.

     

  • DGKP Katrin Kindermann MSc und DGKP Eva Kürbisch MSc

    „Ich halte dich, indem ich mit dir aushalte“

    Im Workshop werden Wege aufgezeigt Leid im Palliative Care Kontext zu begegnen. Gemeinsam werden anhand der Methode „Kollegiale Beratung“  Möglichkeiten erarbeitet und erprobt.

 

 

 

Alle drei Workshops werden zweimal angeboten. Aus drei Workshops sind zwei zu wählen.

 

 

 

Ab 18:30 gemütlicher Ausklang bei Buffet

 

 

 

Teilnahmegebühr: 75€

 

 

 

ACHTUNG: Begrenzte TeilnehmerInnenzahl! Anmeldungen werden ab sofort unter akademie(at)caritas-steiermark.at  entgegengenommen. Bitte bei der Anmeldung Einrichtung und Rechnungsadresse bekanntgeben.